Spanien und seine Wirtschaftslage
Die Entwicklung der spanischen Wirtschaft konnte in den letzten Jahren enorme Erfolge verzeichnen. Ausschlaggebend hierfür war vor allem die Demokratisierung Spaniens, der Beitritt zur Wirtschafts- und Währungsunion (EG-Beitritt 1986) und die Liberalisierung der Märkte.
Die Marktöffnung Spaniens zog in hohem Maße Direktinvestionen aus dem Ausland, insbesondere aus den EU-Staaten an. Mit einem BIP von 742 Mrd. nahm Spanien unter den Industrienationen 2003 den 10.Rang ein. Das BIP pro Kopf steigerte sich auf 17.000 € pro Jahr.
Trotz allgemeiner schlechter weltweiter Wirtschaftslage verzeichnete Spanien im Jahr 2003 ein Wirtschaftswachstum von 2,7% - weit über dem EU-Durchschnitt.
Mit 52,5 Millionen Besucher im Jahr 2003 ist der Tourismus die wichtigste Stütze und Einnahmequelle der spanischen Wirtschaft. Spanien ist momentan weltweit nach Frankreich das zweitbeliebtestes Urlaubsziel.Ebenfalls wichtige Sektoren sind Kommunikation und Informatik, metallverarbeitende Industrie, Maschinenbau und Landwirtschaft. Bei der KFZ-Herstelleung belegt Spanien derzeit den dritten Platz in Europa und den sechsten weltweit.
Die Inflationsrate betrug im Jahr 2003 2,7 % und verzeichnete somit einen leichten Rückgang (2003 4%). Trotz enormer Verbesserungen auf dem Arbeitsmarkt und Schaffung neuer Stellen ist die Arbeitslosigkeit mit 11% immer noch sehr hoch.
Spanien ist derzeit mit Zuwendungen über 57,3 Mrd. Euro (Zeitraum 2000-2006), das Mitgliedsland in der EU, das die höchsten Zahlungen erhält. Die EU Gelder laufen je nach Provinz zwischen 2005 und 2007 aus. Da mit dem Beitritt der Ost-Länder das Durchschnittseinkommen in der EU weit absinken wird, wird Spanien über den Grenzwerten liegen und somit keine Zuschüsse mehr bekommen. Nach Eintritt der neuen Staaten erreicht Spanien mittlerweile 93 % des Durschnittseinkommens in der EU, ohne 86%. Spanien will eventuell gegen diese Entscheidung klagen, da es sich nur um einen statistischen Effekt
und nicht um eine Verbesserung der Einkommen handele.
Das dritte Jahr im folge kann Spanien einen ausgeglichenen Staatshaushalt vorweisen
und erfüllt somit voll die Bestimmungen der EU-Kommission. Dies lässt sich insbesondere auf die umfangreiche Privatisierungen zurüchführen, die Spanien in den letzten Jahren vorgenommen hat.


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