Aktuelle Wirtschaftslage Spaniens
Die Wirtschaft Spaniens konnte in den vergangenen Jahren einen deutlichen Aufschwung verzeichnen, der momentan zu einem Wirtschaftswachstum führt, dass mit 3,4% deutlich über dem EU-Durchschnitt liegt.
Zwei der wichtigsten Faktoren, die hierbei eine große Rolle spielen,
sind der private Konsum und Spaniens Bauwirtschaft.
Diese beiden Elemente werden stark angefacht durch die einerseits steigenden Löhne und die niedrigen Realzinssätze, aber auch durch große öffentliche Finanzspritzen, die in die Infrastruktur des Landes investiert werden. Bis ins Jahr 2006 war Spanien mit 57,3 Mrd. Euro an Strukturbeihilfen durch die EU, noch der größte Nettoempfänger; da sich das Land aber in den letzten Jahren wirtschaftlich sehr gut entwickelt hat, werden diese Strukturbeihilfen künftig sehr viel geringer ausfallen; und für den wahrscheinlichen Fall, dass Spaniens Wirtschaft sich auch weiterhin so positiv entwickelt, wird das Land in naher Zukunft wohl sogar selbst zum Netto Zahler werden.
Seit 1998 verzeichnet Spanien eine negative Leistungsbilanz Die Einnahmen aus dem Tourismus genügen nicht , um die Verluste aus der Handelsbilanz auszugleichen.(2005: rund 60 Mrd. Euro) Die Inflationsrate Spaniens lag 2005 noch bei 3,7% und nahm bis 2007 auf 2,5% ab, ist also deutlich gesunken.Auch die Entwicklung des BIP zeichnete sich in den letzten Jahren positiv ab, sie lag im Jahr 2006 bei 976 Mrd.; das BIP pro Kopf steigerte sich bis auf 22.152 € pro Jahr (2006).Die Arbeitslosenquote begann in den letzten Jahren zu sinken, in den Jahren 2002/2003 lag der Wert noch bei 11,1%, bis zum Jahr 2006 sank dieser auf 8,6% und Prognosen lassen erhoffen, dass die Arbeitslosenquote auch weiterhin sinkt. Ein sehr aktuelles Problem, dass die spanische Wirtschaft gerade in Aufruhr versetzt hält, ist die Tatsache, dass das Wohnen, Eigentum wie auch Miete, in Spanien immer kostenintensiver wird. Gründe dafür sind sicherlich die außer Kontrolle geratene Immobilienspekulation hier in Spanien, der neue Trend unter Spaniern, einen zweiten Wohnsitz zu erwerben und sicherlich spielt auch das Bevölkerungswachstum, das durch die vielen Immigranten hervorgerufen wird, eine nicht unbedeutende Rolle. Verschärft wird die Immobilienkrise nun auch noch durch die Hypothekenkrise in den Vereinigten Staaten.
Ein weiterer Punkt, der sich negativ auf die spanische Wirtschaft auswirken könnte,
sind die abnehmenden Zuschüsse aus den EU Fonds. Diese hatten seit dem Beitritt Spaniens in die Europäische Gemeinschaft sehr zum Wirtschaftswachstum des Landes beigetragen. Auch wenn die spanische Wirtschaft momentan mit den genannten Problemen umzugehen hat, so kann man doch absehen, das die Wirtschaft des Landes auch zukünftig noch weiter wachsenDenn auch wenn die Strukturbeihilfen der EU wegfallen und es Probleme auf dem Immobilienmarkt zu vermelden gibt, so tragen doch der ansteigende Handel des Landes mit Lateinamerika und Asien, sowie Spaniens Industriestärke und natürlich nicht zu vergessen, die stetige Besserung der globalen Wirtschaft, dazu bei, das sich
Spaniens Wirtschaft auch weiterhin positiv weiterentwickeln wird.
Links:
http://www.ocei.es/
http://es.wikipedia.org/wiki/Econom%C3%ADa_de_Espa%C3%B1a
http://www.dw-world.de/dw/article/0,,2738344,00.html?maca=de-teaser
_top_stories-212-rdf
https://www.cia.gov/library/publications/the-world-factbook
/geos/sp.html#Econ
http://www.auswaertiges-amt.de/diplo/de/Laenderinformationen/
Spanien/Wirtschaft.html
http://www.spainbusiness.ch/icex/cda/controller/PageInvGer/
0,5772,40016187_5082102_5090880_0_DE,00.html